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Ausgewählte Beiträge für Gäste

Beitragvon Trash-80-Rainer » 15. Okt 2016 08:43

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Rainer
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Beitragvon Trash-80-Rainer » 15. Okt 2016 08:45

Die FreHD Festplatten-Emulation - Einführung

Seit ein paar Jahren gibt es eine Hardware-Festplattenemulation für den TRS-80 (Model I, III, 4, 4P). Entwickelt wurde sie von dem Belgier Frederic Vecoven (*1) und produziert wird sie von Ian Mavric (*2), der die Emulation auch von Australien aus vertreibt.

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Die FreHD ("Frederic Hard Disk") basiert technisch auf einem PIC Microcontroller (*3) mit der Typenbezeichnung PIC 18F4620 und emuliert einen Western Digital WD1010 Festplattencontroller (*4). Diese Emulation hat Zugriff auf eine SD-Karte als Festplattenersatz. Der Emulator verhält sich für einen TRS-80 genau so wie eine Festplatte aus dem Tandy-Katalog (*5), mit allen Vorteilen, wie z.B. Speicherkapazität und Zugriffszeit.

Die FreHD wird in verschiedenen Baustufen vertrieben. Je nach Bedarf kann die FreHD fertig aufgebaut oder als Selbstbau-Bastellösung erworben werden. Die FreHD wird am Erweiterungsbus des Model III oder 4 und an eine Spannungsversorgung (+12V, +5V) angeschlossen. Für den Betrieb am Model I ist noch etwas zusätzliche Hardware notwendig. Verschiedene TRS-80 Betriebssysteme, wie z.B. LDOS oder NEWDOS unterstützen den Festplattenbetrieb durch spezielle Versionen. Zwei LEDs zeigen die Betriebszustände und Zugriffe (Emulator und SD-Karte) auf der FreHD an. Während des Aufleuchtens der LEDs darf die SD-Karte nicht entfernt werden, ansonsten kommt es zu Schreib-/Lesefehlern.

Der Betrieb der FreHD setzt ein vorgefertigtes Festplattenimage (z.B. "hard4-0", ca. 40MB) auf der FAT32-formatierten SD-Karte voraus. Damit kann die FreHD mit den geeigneten TRS-80-Betriebssystemen eingerichtet und genutzt werden.

Ein Einrichtungsbeispiel mit NEWDOS/80 V2.5 ist hier zu finden:
NEWDOS/80 V2.5 und die FreHD Festplattenemulation


*1 https://www.eeweb.com/spotlight/intervi ... ic-vecoven
*2 http://ianmav.customer.netspace.net.au/trs80/emulator
*3 https://de.wikipedia.org/wiki/PICmicro
*4 http://www.vecoven.com/trs80/trs80.html
*5 http://www.radioshackcatalogs.com/catal ... 84_rsc-10/

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Hier geht´s weiter im Thema:
trs-allgemein-f20/die-frehd-festplatten-emulation-einfuhrung-t120.html
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Beitragvon Trash-80-Rainer » 15. Okt 2016 08:47

NEWDOS/80 v2.0 und die PDRIVE-Parameter

NEWDOS/80 ist ein vielfältig konfigurierbares Betriebssystem. Mit den angebotenen Möglichkeiten steigt aber auch die Komplexität und damit die Gefahr von fehlerhaften Konfigurationen. Dies betrifft vor allem die PDRIVE-Parameter, mit denen die Floppy-Disk-Laufwerke und die Disketten konfiguriert werden können.

Beim NEWDOS/80 ist es durch die PDRIVE-Parameter möglich,
- die Anzahl der Spuren
- einseitige oder zweiseitige Disketten
- single Density, double Density
- 5" oder 8" Laufwerke
- Lage und Größe des Inhaltsverzeichnisses auf der Diskette
und andere Vorgaben zu bestimmen.

Dabei ist es möglich, daß jedes Diskettenlaufwerk andere Parameter enthalten kann. Verschiedene Parametersätze können im NEWDOS vorgehalten und bei Bedarf kann zwischen ihnen umgeschaltet werden.

Viele Benutzer machen einen großen Bogen um die PDRIVE-Parameter, weil sie nicht alle auf den ersten Blick leicht verständlich sind. In diesem Thema hier wird auf die Besonderheiten des PDRIVE eingegangen und versucht, etwaige Unklarheiten auszuräumen.

Den Anfang macht hier zur Einführung ein Auszug aus dem NEWDOS/80 v2.0 Manual, welches 1982 in der deutschen Übersetzung erschienen ist.

Viel Spaß mit PDRIVE!

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Hier geht´s weiter im Thema:
software-trs-f21/newdos-und-die-pdrive-parameter-t92.html
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Beitragvon Trash-80-Rainer » 15. Okt 2016 09:01

NEWDOS/80 V2.5 und die FreHD Festplatten-Emulation

Die Einrichtung der FreHD(*) unter NEWDOS/80 V2.5 gestaltet sich beispielsweise für eine 40MB große virtuelle Festplatte als Image auf SD-Karte wie folgt:

Da NEWDOS/80 insgesamt 8 aktive Laufwerke verwalten kann, können neben den (beim Model III, 4 und 4P) üblichen zwei Diskettenlaufwerken noch 6 Festplatten Partitionen "hard disk data volume" betrieben werden:

HDS=(0,840,0,1,32,0,0,26880,18,8,80,33)
...

Die oben verwendete virtuelle Festplatte (oder anders gesagt das Festplattenimage) hat eine Kapazität von 40MB. Diese virtuelle Festplatte ist im PDRIVE mit 6 Köpfen konfiguriert. Andere Kopf-Konfigurationen wären mit dem Image auch machbar, würden aber keinen Vorteil bringen.

Die Aufteilung einer virtuellen Festplatte von 40MB auf einer FreHD-SD-Karte ist mit den o.g. PDRIVE-Parametern sinnvoll und übersichtlich gelöst. Jedes der sechs "hard disk data volume" hat eine ganze Plattenoberfläche mit jeweils einem Kopf zur Verfügung.

Bei einer echten Festplatte ist der Zugriff schneller, wenn für ein Volume komplette Zylinder verwendet werden, anstelle von Volumes mit ganzen Plattenoberflächen und nur einem Kopf. Die Umschaltung der Köpfe innerhalb eines Zylinders funktioniert bei echten Festplatten schneller, als ein Spurwechsel.

Anders als bei einer echten Festplatte mit 6 Köpfen, ist es jedoch bei einem Image egal, ob die virtuellen Köpfe innerhalb von Zylindern oder die virtuellen Spuren einer Plattenoberfläche durchgeschaltet werden. In einem Image sind die Umschaltzeiten gleich.

Eine Einrichtung von Volumes innerhalb eines oder mehrerer Zylinder dagegen ist mit PDRIVE wesentlich komplexer umzusetzen.

Ein Volume hat im obigen Beispiel 26880 Sektoren mit jeweils 256 Byte und damit 6,7MB Gesamtkapazität.

Mit dem Parameter ddsa1=33 (33 ist der Maximumwert) kann das Inhaltsverzeichnis 246 Benutzerdateien verwalten. Üblicherweise sind TRS-80 Dateien meist nicht größer als 16kB (z.B. größere Spiele). Wenn von dieser maximalen Größe ausgegangen wird, kommen bei 246 Dateien maximal 3,9MB zusammen. Ein Volume mit 4MB wäre also normalerweise ausreichend. Bei einem Volume mit 6,7MB ist sogar noch Spielraum für größere Dateien vorhanden.

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Hier geht´s weiter im Thema:
software-trs-f21/newdos-und-die-frehd-festplatten-emulation-t121.html
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Beitragvon Trash-80-Rainer » 15. Okt 2016 09:16

TRS-80 Model I: Technische Daten und Besonderheiten

Technische Daten:

Prozessor: Z80 8-Bit Prozessor mit 1,78MHz
RAM: von 4kB bis zu insgesamt 48kB mit optionalem Expansions-Interface
ROM: 4kB ROM (Level 1 BASIC von Tandy) oder 12kB ROM (Level 2 BASIC – von Tandy / Microsoft)
Anzeige: externer Monitor. Das Anzeigeformat für Level 1 BASIC und Level 2 BASIC hat 64 Zeichen mit 16 Zeilen. Level 2 BASIC kann zudem 32 Zeichen bei doppelter Breite darstellen. Die Grafik hat 128×48 Bildpunkte (Grafikklötzchen).
Tastatur: 53-Tasten ohne Zifferntastenblock, oder 65 Tasten mit 12er Zifferntastenblock. QWERTY Tastenlayout. Meist nur Großschrift, aber es gibt auch Modelle mit Kleinschrifterweiterung. Im Tastaturgehäuse befindet sich der Prozessor und der Grundspeicher von 4-16kB RAM. Die Gehäusefarbe ist silber.
Anschlüsse: programmierbares Cassettenrecorderinterface für externen Cassettenrecorder (250 Baud bei Level I; 500 Baud bei Level II), Anschluss für das externe Netzteil, Anschluss für das Expansions-Interface, Anschluss für Video-Monitor.
Optionale Anschlüsse: Paralleles Druckerinterface, RS232C serielle Schnittstelle und Floppy-Disks über das Expansions-Interface.
Optional Erweiterungen: Kleinschrift
Kompatibilität: weitgehend zum Model III kompatibel (die Inkompatibilität betrifft in der Hauptsache die unterschiedliche Ansteuerung von Drucker und Diskettenlaufwerken: Port / Memory Adressen).
Betriebssysteme: TRSDOS 2.3 (Radio Shack), NEWDOS80 (Apparat), LDOS (Logical Systems), und andere.
Tandy Katalog Nummern: 26-1001 (Model I 4kB/LeveL 1 BASIC), 26-1006 (Model I 16kB/Level 2 BASIC), u.a.
Maße Model I Computer & Tastatur: B 42, H 9, T 21 cm
Gewicht: x kg

Expansions-Interface:
Maße: B 42, H 10,5, T 20 cm
Gewicht: x kg


Preise: Model I 4kB/LeveL 1 BASIC: 1795DM (1979), Model I 16kB/Level 2 BASIC: 2980DM (1979), Expansions-Interface ohne RAM 895DM (1979), Floppy-Disk-Laufwerk: 1590DM (1979)


Das Model I war bis zur Einführung des Model III 1981 auf dem Markt. Die Produktion des Model I mußte aufgrund verschärfter Störstrahlungsgrenzwerte eingestellt werden.

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Hier geht´s im Thema weiter:
post365.html#p365
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Beitragvon Trash-80-Rainer » 15. Okt 2016 09:18

Video-Genie-Auktionen

Heute wurde ein Genie EG3003 mit Monitor, Floppy-Controller und 5,25"-Laufwerk für 276€ verkauft:
http://www.ebay.de/itm/Video-Genie-System-EG3003-baugleich-mit-TRS80-viel-Zubehoer-Sammlerstueck-retro-

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post313.html#p313
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Beitragvon Trash-80-Rainer » 15. Okt 2016 09:19

Was ist nur mit meinem Tandy los???

Kleiner Scherz :lol:

Vorhin hatte ich das auf dem Schirm:

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post274.html#p274
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Beitragvon Trash-80-Rainer » 15. Okt 2016 09:24

HxC Floppy + FreHD Harddisk Emulatoren

wolfgang hat geschrieben:Hallo Rainer,

den habe ich mir bestellt.. :1. SD HxC Floppy Emulator REV C- die günstigste Ausführung, ohne Gehäuse, blue LCD
Super! Dann kann´s ja bald losgehen!

wolfgang hat geschrieben:Netzteil habe ich, fehlt nur das Anschlußkabel. Was brauche ich da genau?
Ein Standard-Stromkabel für den Anschluss an 3,5"-Laufwerke passt. Dafür ist der Stromanschluss des HxC ausgelegt.
Der HxC braucht nur +5V.
Der Standard-Stromanschluss hat zwar neben +5V auch +12V, aber die +12V braucht man nicht. Diese Spannung ist am HxC einfach nicht belegt. Auf dem Foto als "Not Used" gekennzeichnet.

wolfgang hat geschrieben:PS Lieferzeit aus Polen?
... so aus meiner Erinnerung ungefähr eine Woche (+ ein paar Tage). Bei Überweisung auf ein Auslandskonto dauert der Geldeingang dort ein bisschen.

Um die Wartezeit zu überbrücken, kannst Du ja schon mal das "HxC User Manual (Englisch)", http://hxc2001.com/download/floppy_driv ... al_ENG.pdf anschauen. Dort werden z.B. auch die Jumperbelegungen beschrieben.

Beim externen Anschluß von Laufwerken (HxC oder echte Floppy) an ein Model III oder Model 4 werden die Laufwerke als 0 oder 1 gejumpert. Im TRS-80 DOS können sie dann als Laufwerk 3 oder 4 angesprochen werden. Beim Model I erscheinen sie im DOS genau so, wie sie gejumpert sind.

Die HxC-Software zum Übertragen der Images von Windows-PC auf SD-Karte:
http://hxc2001.com/download/floppy_driv ... r_soft.zip

Die TRS-Tools von Matthew Reed werden benötigt, um die Images mit den gewünschten Dateien (BAS, CMD, usw.) zu füllen, oder um einzelne Dateien aus vorhandenen Images zu extrahieren:
http://www.trs-80emulators.com/trstools/

Die TRS-Tools-Software kann auch ohne HxC ausprobiert werden. Sie ist unabhängig von dieser Hardware. Die HxC-Software kann auch schon installiert und ausprobiert werden. Eine SD-Karte (bereits 2GB sind z.B. mehr als genug!) wird dafür benötigt.

Die SD-Karte muß zum Betrieb im HxC eine Konfigurationsdatei (HXCSDFE.CFG) für die Rahmenfunktionen (Floppysound, Beleuchtung, Anzeige der zuletzt aufgerufenen Datei usw.) des HxC enthalten. Die Konfiguration selbst und die Konfigurationsdatei kann mit der HxC-Software erstellt und dann auf die SD-Karte übertragen werden. Meine Konfiguration habe ich als Bildschirmfoto angefügt. Die Belegung der SD-Karte mit den Images ist auch zu sehen.

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Hier geht´s weiter im Thema:
trs-allgemein-f20/hxc-floppy-frehd-harddisk-emulatoren-t24.html#p51
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Beitragvon Trash-80-Rainer » 3. Dez 2016 21:19

NEWDOS/80 V2.5 - Appendix C (Betrieb mit Festplatten)

Hier die Übersetzung des Appendix C der NEWDOS/80 Version 2.5 der Firma Apparat Inc. aus dem Jahr 1981 für den Betrieb mit Festplatten.

Diese Version des NEWDOS/80 kann mit einer echten Tandy-Festplatte oder auch mit der FreHD benutzt werden. Bei der Übersetzung des Appendix C wurde darauf geachtet, möglichst wortgetreu zu übersetzen. Manche Passagen mußten allerdings an die deutsche Sprachumgebung angepasst und umformuliert werden. Mir weniger wichtige Passagen (wie z.B. Backup) oder zu komplexe Passagen (LDOS-Kompatibilität) wurden ausgelassen, aber die Übersetzung beinhaltet alles Wichtige, um eine moderne Festplattenemulation z.B. mit einer FreHD einzurichten.

Die Übersetzung ist derzeit noch ein laufender Prozeß, der noch etliche Wochen bis zum Abschluss in Anspruch nehmen wird.

Viel Spaß mit der Einrichtung und Benutzung einer Festplatte (real oder Emulation) und NEWDOS/80!


NEWDOS/80 Version 2.5 Harddisk Betriebssystem
----------------------------------------------------------


Einleitung


Das NEWDOS/80 V2.5 Harddisk Betriebssystem baut auf NEWDOS/80 V2.0 auf und wurde um Harddisk-Routinen erweitert. Diese Dokumentation ist eine Erweiterung der V2.0 Dokumentation und sollte als Appendix C nach Appendix B in das NEWDOS/80 V2.0 Manual eingeheftet werden.

Wie üblich sollte dieses Dokument vor dem Umgang mit der Version 2.5 aufmerksam gelesen werden.

Diese NEWDOS/80 Version 2.5 unterstützt Festplatten der Firma Apparat Inc. und der Firma Tandy für die TRS-80 Modelle I und III.


1. Überblick


Eine Datei kann bis zu 16 Megabytes groß sein.

Ein Festplatten Volume kann aus bis zu 65536 Sektoren bestehen und maximal 246 Benutzerdateien enthalten.

PDRIVE erlaubt ein Maximum von 8 aktiven Laufwerken/Partitionen. Bis zu 4 Floppylaufwerke oder 8 Festplatten-Volumes können gleichzeitig aktiv sein.

Die Unterstützung von Festplatten mit über 100 Megabytes ist zwar möglich, dennoch werden aktuell nur Apparat und Tandy Festplatten unterstützt.

Eine Festplatte ist in eine oder mehrere Partitionen unterteilt.

Eine Partition enthält ein oder mehrere Data Volumes. Ein Data Volume wird mit PDRIVE eingerichtet. Ein Data Volume kann sich nicht über mehrere Festplatten oder Partitionen erstrecken.

Eine Arbeitsspeichergröße von 48kB RAM wird benötigt. Die Harddisk-Erweiterungen von NEWDOS/80 V2.5 belegen den Arbeitsspeicher von 0F900H-0FFFFH. Programme, die diesen Speicherbereich belegen, können nicht mehr benutzt werden.

Trotz den oben beschriebenen Arbeitsspeicher-Limitierungen funktionieren unter der Version 2.5 die meisten Programme die schon unter der Version 2.0 funktioniert haben. Programme, die eine bestimmte Volume-Größe voraussetzen (z.B. 350 Sektoren beim Model I oder 720 Sektoren beim Model III), oder eine bestimmte Position und Größe des Disk-Inhaltsverzeichnisses voraussetzen, müssen angepasst werden. Programme, welche nur die Standard Dateioperationen nutzen und HIMEM beachten, sollten einwandfrei funktionieren.

Das NEWDOS/80 V2.5 kann von einer Diskette aus betrieben werden, oder von der Festplatte. Beim Betrieb des NEWDOS/80 V2.5 von der Festplatte müssen die Diskettenlaufwerke 0-3 in Laufwerke 4-7 umgeändert werden. Im Abschnitt 5 (Betrieb des NEWDOS/80 V2.5 von der Festplatte) ist diese Anpassung beschrieben.

Das Programm HDFMTAPP/CMD wird zum magnetischen Formatieren (Low Level Format) von Apparat Inc. und Tandy Festplatten benötigt.

Das Programm EXTPDRIV/BAS kann PDRIVE-Parameter aus einer ASCII-Textdatei in das NEWDOS/80 V2.5 übernehmen und aktivieren. Da PDRIVE-Festplattenparameter komplex sind, wird empfohlen, von den bevorzugten Parametern mittels SCRIPSIT oder CHAINBLD eine Textdatei zu erzeugen und mit EXTPDRIV/BAS zu aktivieren.

Der Parameter HDS ist zum PDRIVE Kommando hinzugefügt worden, um Festplatten einzubinden.

Hard Disk Volumes, die unter NEWDOS/80 im Model III definiert wurden, können unter NEWDOS/80 im Model I benutzt werden und umgekehrt. Dateien in diesen Hard Disk Volumes sind nicht austauschbar, wenn sie ebenfalls im Diskettenbetrieb nicht austauschbar sind.


2. Kommentare und Einschränkungen


Der Benutzer sollte bereits Kenntnisse über die NEWDOS/80 Version 2 und alle dazugehörigen Informationen, wie z.B. Zaps haben. Die dort enthaltenen Informationen sind als Grundlagen für die weiteren hier enthaltenen Informationen wichtig.

Dieses Dokument enthält keine Informationen über Ihre Festplatte. Diese Information sollten Sie vom Festplattenhersteller erhalten. Die für NEWDOS/80 V2.5 wichtigen Festplatteninformationen sind:

(1) Anzahl der Festplattenoberflächen (oder Anzahl der Schreib-/Leseköpfe)
(2) Anzahl der Spuren pro Festplattenoberfläche (oder die Anzahl der Zylinder)
(3) Anzahl der 256 Bytes-Sektoren, die sich auf einer formatierten Spur befinden
(4) Spurwechselzeit

Die NEWDOS/80 Version 2 war nicht für den Festplattenbetrieb ausgelegt. Alle Erweiterungen im Zusammenhang mit der Version 2.5 wurden durch Änderungen der normalen Version 2 erreicht, außer daß die Systemdatei SYS0/SYS auf 5 Sektoren erweitert wurde.

Eine Arbeitsspeichergröße von 48kB RAM wird für den Betrieb von NEWDOS/80 V2.5 vorausgesetzt. Der Arbeitsspeicher von F900H bis FFFFH wird vom Betriebssystem belegt und ist für den Benutzer nicht verfügbar. HIMEM wird durch das Betriebssystem auf F8FFH gesetzt und Programme, welche diese Grenze beachten, sollten problemlos laufen.

Die Anzahl der aktiven PDRIVE Plätze (früher 'Laufwerke' genannt) wurde von 4 auf 8 erhöht. Dies erlaubt maximal 4 Floppy Disk Laufwerke oder maximal 8 Festplatten Laufwerke oder eine Kombination der beiden. Die Anzahl der tatsächlichen aktiven PDRIVE Plätze wird noch immer durch den SYSTEM Parameter AL bestimmt. Falls ein aktiver PDRIVE Platz nicht benutzt werden soll, kann er als Festplatte definiert werden und der Subparameter 'vcsl' muss dabei auf 0 gesetzt werden. Dies bewirkt, daß NEWDOS/80 den PDRIVE Platz als aktives Laufwerk erkennt, aber den Zugriff darauf mit der Fehlermeldung 'DEVICE NOT AVAILABLE' abbricht.

Zwei Floppy Disk Laufwerke sind wünschenswert, aber nur eines ist notwendig. Die originale NEWDOS/80 v2.5 Systemdiskette wird auf einer Standard 40 Spur Diskette für das Model III und auf einer Standard 35 Spur Diskette für das Model I ausgeliefert. Da die Kapazität der Model I Diskette für alle benötigten Dateien zu klein ist, fehlen manche Datein auf dieser Diskette. Diese fehlenden Dateien können von einer regulären NEWDOS/80 v2.0 Systemdiskette kopiert werden.

Der Benutzer kann wählen, ob er das NEWDOS/80 v2.5 System von einer Systemdiskette (einer Kopie) oder von der Festplatte aus betreibt.

Falls das System von einer Floppy Disk betrieben wird, können die Floppy Disk Laufwerke die PDRIVE Plätze 0-3 belegen, wie sie auch unter NEWDOS/80 v2.0 belegt sind. Die PDRIVE Plätze 1-7 können aber auch als Festplattenlaufwerke definiert werden.

Wird das System von einer Festplatte aus betrieben, sind die PDRIVE Plätze 4-7 für die Floppy Disk Laufwerke zu benutzen. Alle PDRIVE Plätze von 0-7 können auch von der Festplatte belegt werden.

***** WARNUNG: Falls das System von der Festplatte betrieben wird und die PDRIVE Plätze 4-7 von Floppy Disk Laufwerken belegt sind, müssen alle PDRIVE Plätze zwischen dem System Laufwerk und den Floppy Disk Laufwerken gültige PDRIVE Plätze sein, auch wenn nur ein Festplatten Laufwerk benutzt wird. PDRIVE erlaubt und NEWDOS/80 ignoriert einen PDRIVE Platz der mit einem Null Festplatten Laufwerk belegt ist (Subparameter 'vcsl' auf 0 gesetzt). Dies ermöglicht den Zugriff über die auf Null gesetzten PDRIVE Plätze hinaus auf die darauffolgenden Floppy Disk Laufwerke.

Das NEWDOS/80 Kommando FORMAT oder der Format Anteil des Kommandos COPY formatieren nicht tatsächlich die Festplatte. Anstelle der Formatierungsmeldung wird 'INITIALIZING SECTORS' angezeigt, während die Sektoren mit einem Standard Formatierungsmuster beschrieben werden.

Um eine Festplatte von Apparat Inc. und Tandy tatsächlich zu formatieren, wird das Programm HDFMTAPP/CMD zur Verfügung gestellt. Um die Festplatte eines anderen Herstellers zu formatieren, wird ein Programm des Festplattenherstellers benötigt.

Eine Anzahl von Anwendungsprogrammen greift auf die Inhaltsverzeichnisse der Laufwerke zu. Ein Anwendungsprogramm, welches auf das Inhaltsverzeichnis über die Datei DIS/SYS zugreift und den 'protected sector error code' und den EOF beachtet, wird ohne Probleme funktionieren.

Ein Programm, welches den DDSL Parameter in dem ersten Sektor des betreffenden Data Volumes nutzt, um die Position des Inhaltsverzeichnisses zu bestimmen, wird nicht funktionieren, außer das Data Volume hat den SPGL Parameter auf 5 gesetzt. Wenn ein Programm die Position *und* die Größe des Inhaltsverzeichnisses auf diese Art bestimmt, wird es mit großer Wahrscheinlichkeit nicht funktionieren.

Ein Data Volume darf die Anzahl von 65535 Sektoren nicht überschreiten. Neben dem Platzbedarf für die Dateien BOOT/SYS und DIR/SYS auf einem Data Volume kann der verbleibende Speicherplatz auf dem Laufwerk von nur einer Datei belegt werden, die dabei dann etwas über 16 Megabyte groß sein kann. Der Sektorbereich, welcher dem Data Volume zugewiesen ist, darf sich nicht mit dem einem anderen Data Volume überschneiden. Die Folgen für die Daten wären ansonsten katastrophal. Der Benutzer, welcher die PDRIVE Plätze für die Festplatte einrichtet, hat die Verantwortung eine Überlappung zu vermeiden.

Eine Festplatte kann eine oder mehrere logische Data Volumes enthalten, welche umsichtig mit den PDRIVE HDS Parametern eingerichtet werden sollten. die Größe eines Data Volumes ist auf 65535 Sektoren begrenzt. Dagegen ist die Größe einer Festplatte nur von ihrer tatsächlichen Kapazität und den folgenden Beschränkungen begrenzt: Sektors Per Track (SPT oder spgl) muss kleiner als 256 sein, Tracks Per Cylinder (TPC, oder RSC - Recording Surface Count) muss kleiner als 256 sein, Tracks per Surface (TPS oder tpsl) muss kleiner als 65536 sein und TPS multipliziert mit TPC muss kleiner als 65536 sein.

Der physikalische Speicherplatz einer Festplatte kann in Festplattenbereiche unterteilt werden. Die normalen NEWDOS/80 V.2.5 Vorgehensweisen erfordern dies nicht. Falls jedoch die Festplatte in Bereiche unterteilt ist, bei der ein Bereich für ein anderes Betriebssystem, wie z.B. LDOS benutzt wird, das die Partitionen aus Festplattenoberflächen zusammenstellt, ist es notwendig die Festplatte unter NEWDOS/80 aufzuteilen. Dies ist durch den PDRIVE HDS Subparameter 'sscl' möglich, bei dem dieser Parameter auf die Anzahl der Plattenoberflächen dieses Festplattenbereichs eingestellt wird und der Subparameter 'sfsl' auf die relative Zahl der ersten Plattenoberfläche dieses Festplattenbereichs eingestellt wird. Eine derart eingerichtete Festplatte darf keine Bereiche haben, welche die gleiche Plattenoberfläche zugewiesen haben. Auch darf kein Data Volume aus mehreren Festplattenbereichen bestehen.

Beim DOS Kommando COPY ist der '=tc1' Parameter nicht erlaubt, wenn die Kopierquelle eine Festplatte ist. Bei den Kommandos FORMAT und COPY sind die Parameter '=tc2', DDSL und DDGA nicht zulässig, wenn das Kopierziel eine Festplatte ist. Beim Kommando FREE und im Kopfteil der DIR-Ausgabe wird bei einem Data Volume 0 als Spurenanzahl ausgegeben.

Die SUPERZAP Ausgabe kann etwas seltsam aussehen, da das Programm nicht für eine Sektorenanzahl größer als 9999 Sektoren gedacht war. Das Programm funktioniert zwar, aber die TRK und SOT Werte werden bei einer Festplatte nicht angezeigt. Das DTS Menü darf bei einer Festplatte nicht verwendet werden.

Das Format 5 COPY Kommando (ganze Diskette kopieren) setzt voraus, daß die Kopierquelle und das Kopierziel die gleichen GPL und SPG Werte haben. Wenn das Kopierziel eine Festplatte ist, dann gilt das Gleiche für die Parameter 'ddsll' und 'ddsal'. Falls dies nicht zutrifft, muß Format 6 COPY (Copy By File) benutzt werden.

Data Volumes, die mit dem Model III unter NEWDOS/80 eingerichtet wurden, können auch mit dem Model I genutzt werden und umgekehrt. Dateien in diesen Data Volumes sind nicht austauschbar, wenn sie ebenfalls im Diskettenbetrieb nicht austauschbar sind. Falls Sie vorhaben die Festplatte mit dem Model I und Model III zu nutzen (allerdings nicht zur gleichen Zeit) und möchten das DOS-System auf der Festplatte haben, dann sollten Sie zwei DOS-System-Data Volumes für jeweils Model I und Model III einrichten.

Fehler können bei der Benutzung von DIRCHECK und SUPERZAP auftreten, wenn während der Programmausführung DFG (Mini-DOS) oder 123 (DEBUG) aufgerufen wird und das Ziellaufwerk nicht ausdrücklich bei der Beendigung vom Mini-DOS oder DEBUG spezifiziert wird. Bei der Beendigung von Mini-DOS oder DEBUG im SUPERZAP wird empfohlen, entweder zum Hauptmenü zurückzukehren, oder die "J"-Display Funktion auszuführen. Bei der Beendigung von DIRCHECK, Y oder N für das Menü eingeben.


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